Das bin ich

Der war ich

Diagnose: Asthma!

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich vor der Turnhalle in der Schule stand und feststellen durfte, dass ich nicht so frei aufatmen konnte wie gewohnt und das irgendetwas meine Lungen „blockiert“.
Unangenehmenes Gefühl wenn in den Lungen nicht das ankommt, was ankommen soll.
Die Tatsache, dass ich seit dem Kindesalter immer mit Gewichtsproblemen zu kämpfen hatte, kam noch dazu. Am selben Tag ging es noch zum Arzt. Diagnose: Asthma.

Ich als Jugendlicher

Ich auf Fuerteventura

Ich bekam also zwei verschiedene Sprays zum inhalieren. Eines mit und eines ohne Cortison. Zusätzlich empfahl mir der Arzt, regelmäßig Sport zu machen um so meine Lungen zu trainieren. Die langfristigen Folgen des Cortisons wurden mir erst im  Jugendalter bewusst. Ich fing relativ früh mit dem Fußball spielen an und begann damals als Torwart in der Pampersliga. Nachdem ich dann mal während eines Spiels einen Sandkorn ins Auge bekommen habe, hatte ich keine Lust mehr auf das Torwart darsein. Da ich so ziemlich der schwerste aus meiner Mannschaft war, kam für mich eigentlich nur die Innenverteidigung in Frage. Also wechselte ich die Position und agierte als Abwehrchef in meiner Mannschaft. Da Fußball aber ein Laufsport ist und ich laufen hasste, hielt ich auch nicht all zu lange durch. Es war sehr frustrierend, wenn du bereits nach einer Runde um den Platz vollkommen aus der Puste bist und die Lungen dicht machen.

Das mir der Sport eigentlich helfen sollte, habe ich gekonnt ignoriert und irgendwann abgebrochen. Ich habe zwischenzeitlich immer mal wieder verschiedene Sportarten ausprobiert aber hielt nie lange durch.

 

Die Folge:

Meine Fitness verschlechterte sich und mein Gewicht nahm immer mehr zu. Aufgrund des Cortisons ging ich jahrelang auf wie ein Hefeteig. Mit 14 trainierte ich eine Sommer lang in einem Fitnessstudio und hatte hier erste Berührungspunkte. Mit 15, 16 Jahren wog ich mehr als 90 Kg. Es war einfacher, Computerspiele zu spielen und Chips zu essen, als etwas für seinen Körper zu tun. Dazu kam noch, dass ich angefangen hatte zu Rauchen. Bei einem Besuch beim Lungenfacharzt, durfte ich einen Lungenfunktionstest 4x durchführen, weil mein Arzt nicht glauben konnte, dass das Ergebniss so dermaßen schlecht war. In Der Schule hatte ich bei allen Sportarten bei denen es ums Laufen ging immer den kürzeren gezogen. Ich war für mein Gewicht zwar recht schnell aber meine Kondition war eine reine Katastrophe. Dennoch hatte ich anderen Kindern gegenüber einen Vorteil bei Sportarten bei denen es um Kraft ging. Mit 17 Jahren nahm ich dann eine ganze Menge Gewicht in sehr kurzer Zeit ab, um dann anschließend wieder zuzunehmen und die Topmarke von 106 KG zu erreichen. Ich war mittlerweile 19 Jahre alt und arbeitete als Barkeeper in der Gastronomie. Ich Rauchte, trank Alkohol und arbeitete in einem Italienischen Restaurant. Es gab also jeden Tag entweder Pizza oder Pasta und dazu selbstverständlich MINDESTENS 1 Dessert. Ich verdiente wenig Geld, wohnte bei Mama und hatte keine Ahnung, was ich mit mir Anfangen soll. Ich wusste nur eins: ich möchte Menschen helfen!

 

Mit Ende 20 Überredete mich ein Freund ihn beim Fitnesstraining zu begleiten. Ich hatte mir immer wieder Vorgenommen, mit dem Sport wieder anzufangen, fand aber genügend Ausreden es nicht zu tun. Bis zu diesem Tag. Dieser Freund nahm mich also mit zu einem Probetraining und zeigte mir mal, was er da so meistens macht wenn er denn trainieren geht. Wir absolvierten also gemeinsam eine Trainingseinheit. Es war erschreckend festzustellen, wie wenig Verbindung ich noch zu meinem Körper hatte. Es war schön, seinen Körper mal wieder so richtig zu spüren und zu Wissen, was man gemacht hat. Ich entschied mich also dazu, eine 6- Monatige Probemitgliedschaft abzuschließen und fing an ,regelmäßig etwas für mich zu tun. Ich veränderte meine Essgewohnheiten und fing an mich mit dem körper auseinander zu setzen. Ich schaute sehr viele Trainingsvideos und holte mir immer wieder die Motivation die brauchte, um am Ball zu bleiben. Ich trank keinen Alkohol mehr, aß Gemüse und verzichtete auf Zuckerverseuchte Nahrungsmittel. Es entwickelte sich ein neuer Lifestyle. Ich nahm ab, baute Muskulatur auf und hatte etwas ganz wichtiges wieder erlangt. Mein Selbstvertrauen. Ich konnte erhobenen Hauptes die Straße entlang gehen und fühlte mich gut dabei. Ich durfte mich komplett neu einkleiden, weil mir meine alten Sachen nicht mehr gepasst haben.

Alte bekannte sprachen mich an und zollten mir ihren Respekt. Leute fragten mich, wie ich das gemacht habe. Sie fragten mich, ob ich Ihnen zeigen kann, wie das funktioniert und wollten Tipps von mir haben. Es war beeindruckend und hat mich immer weiter motiviert weiter zu machen.

 

Ich beschäftigte mich immer intensiver mit der Ernährung und der Anatomie des Menschen. Ich probierte viele Übungen aus und lernte meine Körper komplett neu kennen. Es war wie eine Wiedergeburt. Der Sport war für mich nicht mehr wegzudenken. Ich rannte mindestens 4x in der Woche zum Training um vollgas zu geben um dieses unvergleichliche Gefühl nach dem Training zu spüren.

 

DER SPORT HAT MIR EINE PERSPEKTIVE GEGEBEN.

 

Plötzlich kam in mir dieser Gedanke auf ,all denen Helfen zu wollen die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Ich begann ein Fernstudium zum Sport- und Gesundheitstrainer und arbeitete Vollzeit in einem Fitnesstudio. Ich fuhr 18 Monate lang täglich 1,5 Stunden hin und 1,5 Stunden zurück, um dort arbeiten zu können. Und das für 290 Euro im Monat. In dieser Zeit hat sich sehr viel in mir Verändert. Die Tatsache, jeden Tag diese kleine Reise auf mich zu nehmen, dort pünklich zu erscheinen und meine Arbeit zu verrichten schien wie eine riesige Herausforderung. Vor allem für diesen Hungerslohn.  Nach 18 Monaten, gefühlt 2000 geschriebenen Trainingsplänen, 6 erworbenen Trainerlizenzen und vielen Sportlern denen ich helfen konnte, war es Zeit für eine Veränderung. Ich hatte keine Lust mehr mich unter Wert zu verkaufen und wusste, was ich im Stande war zu Leisten. Ausserdem hörte ich mit dem Rauchen auf.

 

Vom Discounter zum Premíumanbieter.

 

Ich wechselte also den Betrieb und erweiterte meinen Horizont. Aber das wichtigste, ich durfte anfangen Personal Training anzubieten. Ich hatte bereits erste Erfahrungen im Bereich des Personal Trainings sammeln dürfen und besaß bereits eine „Personal Trainer A- Lizenz“. Ich durchlief die Unternehmensinterne Schulungsabteilung und erwarb weitere Lizenzen zum Thema Personal Training. Innerhalb von 6 Monaten war ich einer der Erfolgreichsten Personal Trainer des Clubs und erzielte viele Erfolge mit meinen Klienten. Im Oktober 2015 beendete ich mein Fernstudium und erhielt mein Diplom als Sport- und Gesundheitstrainer. Im Sommer 2016 schloß ich als externer Prüfling die Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann ab. Zu diesem Zeitpunkt lebte ich bereits auf Fuerteventura und arbeitete als Personal Trainer im Robinson Club Jandia Playa. Mittlerweile wohne ich wieder in Hamburg und freue mich hier meine Dienstleistungen anbieten zu dürfen.

Das sagen meine Kunden

Joaquin G.

Man fühlt sich wie neu!

Katharina S.

Mit Marcel erreicht man seine Ziele!

Jonas V.

"Ein großartiger Trainer!"

Angie W.

Ich schätze unseren Austausch über Food und Brain!